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Übersicht über die verschiedenen Atemschutzmasken

Zu Beginn der COVID-19-Pandemie sind sie häufig vergriffen gewesen, jedoch gibt es sie inzwischen so gut wie überall. Die Atemschutzmaske stellt im Kampf gegen das neuartige Virus ein wesentliches Element dar. Im Folgenden werden die Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von Masken thematisiert. Zu den Typen von Atemschutzmasken gehört die Behelfsmaske, der medizinische Mund-Nasen-Schutz und die Atemschutzmasken mit FFP1-, FFP2- und FFP3-Filtern. Die Abkürzung FFP steht an dieser Stelle für den englischen Ausdruck „filtering-face-piece“, welcher sich ins Deutsche mit dem Begriff „Filtermaske“ übersetzen lässt. Die selbstgenähte Behelfsmaske als auch der medizinische Mund-Nasen-Schutz schützt das Umfeld des Trägers vor ausgeatmeten Aerosolen, welche vor allem beim Sprechen, Husten und Niesen ausgestoßen werden. Diese Masken stellen jedoch nur einen geringfügigen Eigenschutz dar, weil sie nicht besonders dicht an dem Mund und der Nase anliegen. Außerdem verfügen Behelfsmasken sowie medizinische Atemmasken über einen weniger dicken Stoff, sodass es sich einfacher atmen lässt. Im Vergleich zu Behelfsmasken unterliegen medizinische Masken einer Prüfanforderung, welche die gleichbleibende Qualität der medizinischen Masken sicherstellt. Zu der Sicherheit von Behelfsmasken können keine Aussagen gemacht werden, weil diese von zahlreichen Faktoren wie beispielsweise von dem verwendeten Material abhängig ist.

Die FFP Masken eignen sich zum Eigenschutz vor Viren. FFP1 Masken schützen vor Partikel auf Öl- und Wasserbasis und dürfen am Arbeitsplatz bei Schadstoffkonzentrationen bis zum 4-fachen des AGW verwendet werden. Das Kürzel AGW steht für den Arbeitsplatzgrenzwert. Atemmasken der Schutzklasse FFP1 eigenen sich allerdings nicht für den Schutz vor luftgetragenen Arbeitsstoffen der Risikogruppe 1 und 2, Enzymen und karzinogenen Stoffen. Somit sind sie für den Schutz vor beispielsweise Zellulose, Mehle oder Baumwolle geeignet, sodass sie meistens in der Lebensmittel- und Textilindustrie eingesetzt werden. Die Gesamtleckage der FFP1 Masken beträgt höchstens 22 Prozent, während mindestens 80 Prozent der schädlichen Stoffe filtriert
werden.

Anders sieht es bei den FFP2 Masken aus. Diese können nämlich auch vor dem Einatmen von gesundheitsschädlichen Wasser- und Ölpartikeln, Enzymen und luftgetragenen Arbeitsstoffen der Risikogruppe 3 schützen. Die Masken der Schutzklasse FFP2 werden beispielsweise im Bergbau und in der Metallindustrie verwendet, weil sie Stoffe wie Metallstaube, Kunststoffen, Weichhölzer und Glasfasern filtrieren kann. Im Weiteren werden Masken der Schutzklasse FFP2 in Krankenhäusern als auch Pflegeheimen in Kombination mit sogenannten Face-Shields zur Behandlung von COVID-19-Patienten verwendet. Schließlich empfiehlt das Robert-Koch-Institut die Verwendung von FFP2- oder FFP3 Masken zur Behandlung von Patienten und Patientinnen mit einer COVID-19-Infektion. Bei einem Face-Shield handelt es sich um einen transparenten Vollvisier-Gesichtsschutz, welcher eine Infizierung mit dem Virus über die Schleimhäute der Augen verhindern kann. Gemäß der DGUV Regel 112-190 können Atemmasken der Schutzklasse FFP2 bei Schadstoffkonzentrationen bis zum 10-fachen des AGW eingesetzt werden. Die Gesamtleckage der FFP2-Masken darf höchstens 8 Prozent betragen und mindestens 94 Prozent der Toxine werden zuverlässig filtriert. Entsprechend der DGUV Regel 112-190 dürfen FFP2 Masken bei Schadstoffkonzentrationen bis zum 10-fachen des Arbeitsplatzgrenzwertes eingesetzt werden.

Die FFP3 Masken schützen sowohl vor krebserregenden Partikeln auf Wasser- und Ölbasis als auch vor luftgetragenen Arbeitsstoffen der Risikogruppe 3, Enzymen und radioaktiven Partikeln. Entsprechend der DGUV Regel 112-190 dürfen Masken der Schutzklasse FFP3 bei Schadstoffkonzentrationen bis zum 30-fachen des Arbeitsplatzgrenzwertes eingesetzt werden. Die Undichtigkeit der FFP3-Masken beträgt höchstens 2 Prozent, sodass mindestens 99 Prozent der Toxine filtriert werden. In der Regel werden Masken der Schutzklasse FFP3 beim Umgang mit Bremsstaub, Krankheitserregern wie Viren und Bakterien, Harthölzern, Schwermetallen und radioaktiven Stoffen eingesetzt. Im Weiteren werden sie beim Schweißen von Edelstahl verwendet.

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